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2014 arbeitet das Netzwerk an verschiedenen Schwerpunktthemen und unterstützt den Weg zu einer ökologischen und sozialen Reform der Agrarpolitik
(Wir haben es satt) ebenso wie eine insektenfreundliche, blütenreiche und gentechnikfreie Landschaftsgestaltung. Neben den Risiken der Agro-Gentechnik beschäftigen wir uns zudem mit den Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln - insbesondere den Neonicotinoiden - auf die Bienen.

Auswirkungen von Neonicotinoiden auf Biene, Mensch und Natur

In der Leuphana Universität in Lüneburg findet am 26. September 2014 unter der Schirmherrschaft von Christian Meyer, Niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine Fachtagung zum Thema "Pestizide in der Landwirtschaft - Auswirkungen von Neonicotinoiden auf Biene, Mensch und Natur" statt.

Auf dieser Fachtagung werden aktuelle Hintergrundinformationen zum Einsatz von Neonicotinoiden und anderen Pestiziden vermittelt und diskutiert. Fachleute erfahren ebenso wie Interessierte, welche Auswirkungen es durch die Neonicotinoide auf die Bienen, aber auch auf den Menschen und die Natur gibt. Zudem wird der Frage nachgegangen, was nach 2015 zu erwarten ist und welche Alternativen zum Neonicotinoid- Einsatz bestehen.

Hier geht es zum Informationsflyer mit Anmeldeformular.

 

22.03.2014 Bienen finden den Heimweg nicht

2013 veranlassten kritische Studien die EU, bestimmte Anwendungen von drei Neonikotinoiden für zwei Jahre auszusetzen. Bislang wurde nur für Hummeln überzeugend nachgewiesen, dass bereits niedrige Dosen dieser Pestizide die Völker schwächen. Prof. Dr. Dr. Randolf Menzel und Uwe Greggers von der Freien Universität Berlin sowie Prof. Bernd Grünewald und Johannes Fischer vom Bieneninstitut der Universität Frankfurt am Main haben in ihren Untersuchungen zur Beeinträchtigung der Orientierung von bestäubenden Insekten durch Pestizide die Studien des Forscherteams um Dave Goulson für Bienen bestätigt und ergänzt. Goulson fand bereits 2012 negative Auswirkungen von Neonikotinoiden auf Hummeln.

Die aktuelle Studie der deutschen Forscher macht deutlich, dass die Heimkehrphase der Bienen durch subletale Dosen der getesteten Neonikotinoide gestört wird. Die Studie zeigt, dass besonders im Bereich der Neonikotinoide weitergehende Forschungen notwendig sind. Insbesondere die Wechselwirkung verschiedener Pestizide wurde bisher sehr wenig beachtet, in einigen Fällen zeigte sich, dass sie sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken.

Mit beeindruckenden Bildern und ausführlichen Informationen berichtet das Bienenjournal 4/2014 über die Ergebnisse der Forschungen.

Nähere Informationen zur Studie finden Sie in der zugehörigen Veröffentlichung der Freien Universität Berlin sowie in einer Nachricht des Infodienstes Gentechnik.

Lesen Sie dazu auch den Bericht des Fachbereiches Bienenweide, Umwelt- & Naturschutz des Imkerverbands Westfalen-Lippe aus dem Jahr 2013.

 

22.03.2014 Monokulturen, Pestizide und Kunstdünger auf ökologischen Vorrangflächen?

Einen Ansatz zum Bienen- und Artenschutz bietet die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union. Sie soll 2015 in Kraft treten und regelt neu, wie die EU ihre Fördermittel in der Landwirtschaft vergibt. Die Reform soll die Landwirtschaft grüner machen. Dazu sollten Fördermittel unter anderem daran gekoppelt werden, dass Landwirte fünf Prozent ihrer Ackerfläche im Sinne des Artenschutzes bewirtschaften. Wenn so auf jedem Betrieb ein kleiner Anteil der Fläche als ökologische Vorrangfläche bewirtschaftet wird, entsteht ein europaweites Netz an Flächen, mit denen das Artensterben verlangsamt wird. Das hilft Bienen, Vögeln und vielen anderen bedrohten Arten.

Anfang April 2014 entscheiden die Agrarminister von Bund und Ländern über die Umsetzung der so genannten „ökologischen Vorrangflächen“, die Teil der neuen EU-Agrarpolitik sind.
Doch die Bundesregierung mauert: Hier weiterlesen

 

19.03.2014 Bienen und Gentechnik - EU verhindert Honig-Kennzeichnung

13.02.2014 "Ostwestfalen gegen Genmais"

Die Zeitung "Nachrichten OWL" veröffentlichte am 13. Februar 2014 einen interessanten Artikel von Leonie Molls zur Anbauzulassung für die gentechnisch veränderte Maislinie 1507 unter der Überschrift "Ostwestfalen gegen Genmais". Die Verfasserin stellt nach intensiver Recherche die kritische Sichtweise von Landwirten, Umweltschützern und Imkern dar. Den kompletten Zeitungsartikel können Sie hier lesen.

13.02.2014 EFSA: Firma lieferte falsche Daten für Genmais-Unbedenklichkeitsantrag

Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat ihre Unbedenklichkeits-Bewertung des Genmaises mit dem Namen „Mais 59122“ der Firmen Pioneer Hi-Bred International und Dow AgroSciences LLC zurückgezogen, nachdem bekannt wurde, dass im Zusammenhang mit einer Studie falsche Angaben gemacht wurden.

Als das GMO-Gremium (Gremium für genetisch veränderte Organismen) der EFSA von den Antragstellern zusätzliche Angaben über eine Studie anforderte, stellte sich heraus, dass im Rahmen dieser Studie gar nicht die Bt-Maispollen der Gen-Maissorte „59122“ verwendet wurden. Es handelt sich dabei um eine Honigbienen-Studie von Maggi (2001). Die Angaben, die in Bezug auf diese Studie und den Gen-Mais „59122“ vom Patentinhaber in ihrem Freigabe-Antrag gemacht wurden, stimmen also nicht. Für diesen Gen-Mais gibt es laut Angaben der EFSA gar keine Daten über den Auswirkungen dieser Gen-Pflanze auf Bestäuber.

Auch eine zweite Studie, mit der die Auswirkungen des Genmaises „59122“ auf Marienkäfer untersucht, wurde vom GMO-Gremium der EFSA jetzt diskreditiert. Diese Studie wäre im Zusammenhang mit der Unbedenklichkeitsprüfung des Genmaises irrelevant, so die EFSA in ihrer Pressemitteilung.

Umwelt- und KonsumentenschützerInnen sehen sich in ihrer Kritik bestätigt. Der Verein Testbiotech, ein deutsches Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie, veröffentlichte bereits am 27. April 2013 eine Analyse des Freigabe-Antrags, in der auf viele wissenschaftliche Fehler bei der Risikobewertung des Genmaises „59122“ hingewiesen wird. Hier zwei Stellungnahmen in englischer Sprache:
EFSA-Statement zu Genmais „59122“
Testbiotech: Stellungnahme zu Genmais „59122“ vom 27. April 2013

11.02.2014 Gen-Mais 1507 wird zugelassen - Deutschland bleibt beim Jein

Heute stimmten die Europaminister in Brüssel über die Zulassung der Gen-Maissorte 1507 ab. Während einige EU-Staaten noch umschwenkten und gegen die Zulassung votierten, enthielt sich Deutschland wie angekündigt der Stimme. Dadurch wurde eine eindeutige Mehrheit gegen die Zulassung verhindert und die Kommission ist nun verpflichtet den Genmais zuzulassen.

In der Pressemitteilung des D.I.B. heißt es dazu: "Das ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht der europäischen Verbraucher, sondern auch für alle europäischen Imkerinnen und Imker. Der D.I.B. lehnt den Anbau in Deutschland vehement ab und wird sich dementsprechend mit den anderen Verbänden positionieren." Hier geht es zur vollständigen Pressemitteilung.

Gemeinsam mit unseren Bündnispartnern werden wir uns in unserem Netzwerk Imker für gentechnikfreie Regionen dafür einsetzen, dass deutsche Äcker weiterhin gentechnikfrei bleiben. Die aktuelle Nachricht des Infodienstes zur drohenden Zulassung von Mais 1507 finden Sie hier.

16.01.2014 Imker gegen Anbaugenehmigung für Gentechnik-Mais

Der Informationsdienst Gentechnik meldet dazu heute:

Deutsche und europäische Imkerverbände haben sich gegen die drohende Anbauzulassung für den gentechnisch veränderten Mais 1507 ausgesprochen. Da es bei der Entscheidung auf EU-Ebene besonders auf Deutschland ankommt, fordern die Bienenhalter ein „Nein“ der Bundesregierung bei der bevorstehenden Abstimmung. Ihre Kritik: Es sei nicht untersucht worden, wie das Gift der Gentech-Pflanze auf Honig- und Wildbienen wirkt.

„Eine Anbauzulassung für die gentechnisch veränderte Maislinie 1507 ist aus vielerlei Gründen unverantwortlich,“ erklärte Thomas Radetzki vom Imkerverband Mellifera. Auch seine Kollegen vom Deutschen Imkerbund, dem Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund, dem Bayerischen Bienenzüchter Verband und weiteren europäischen und nationalen Imkerorganisationen sehen das so. „Vor der Wahl haben sich CSU und SPD klar gegen einen Anbau von GVO in Deutschland positioniert. Wir erwarten nun entsprechende Konsequenzen!“, verdeutlichte Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes. „Deutschland kann und muss einen eigenen Kurs innerhalb der EU fahren und Verbraucher, Imker und eben auch unsere Bienen zu schützen.“

Nun seien Agrarminister Hans-Peter Friedrich von der CSU und Wirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) gefordert, innerhalb der Bundesregierung für eine gentechnik-kritischere Position zu werben.
Die zugehörige Pressemitteilung der europäischen und deutschen Imkerverbände finden Sie hier.


18.11.2013 Genmais stoppen: Gentechnik-Verbot in den Koalitionsvertrag!

Die Europäische Kommission will den DuPont-Genmais 1507 zulassen. Schon im Frühjahr könnte diese Sorte auch in Deutschland angebaut werden. Dieser Mais produziert ständig Insektengift, das Schmetterlinge und andere Insekten gefährdet. Die Koalitionspartner diskutieren ein Verbot von Gen-Pflanzen auf deutschen Feldern, doch bislang blockieren Angela Merkel und die CDU. Ausgerechnet jetzt, wo die Zulassung desDuPont-Genmais 1507 durch die EU droht. In den nächsten zwei Wochen fällt die Entscheidung, nutzen wir die Chance und unterzeichnen den Appell von Campact

24.10.2013 Gericht weist Klage im Streit um Gen-Mais ab

Das Leipziger Bundesverwaltungsgericht hat am Donnerstag keine Klärung in dem für Imker wichtigen und seit sechs Jahren laufenden Verfahren herbeigeführt. Geklagt hatte der Imker Karl-Heinz Bablok, der Blütenpollen des GVO-Maises MON810 von Monsanto in seinem Honig fand. Der Freistaat Bayern hatte ihn zu Versuchszwecken angebaut. Imker Bablok wollte von dem Gericht wissen, ob er Schadensersatz verlangen kann und ob der Gentechnikanbau in der Nähe seiner Bienen unterbleiben muss. Das Gericht hat die Klage abgewiesen. Die Klagen werden durch das von Mellifera e.V. initiierte und organisierte Bündnis zum Schutz der Bienen vor Agro-Gentechnik organisiert.

Den Download der Pressemitteilung des Bündnisses, des Gerichtes und von Bildern der Kundgebung vor dem Gericht finden Sie hier.
Die Pressemitteilung der Rechtsanwälte können Sie hier lesen.

Bei der Verhandlung war zudem bekannt geworden, dass der Genmais MON810 des Agrar-Konzerns Monsanto kurz vor der Zulassung als Lebensmittel in der Bundesrepublik steht.

 

Umweltinstitut München e.V.:
"Nutztiere massiv mit Glyphosat belastet"

In ihrem Newsletter vom 01. Oktober berichtet das Umweltinstitut folgendes:
"Im Rahmen einer kürzlich veröffentlichten Studie untersuchte die Professorin und Fachärztin für Mikrobiologie Dr. Monika Krüger von der Uni Leipzig 240 dänische Kühe auf Rückstände des gefährlichen Spritzmittels Glyphosat. Das Ergebnis ist erschreckend: Die Urinproben der konventionell gehaltenen Kühe waren allesamt belastet."
Hier kann der ganze Artikel gelesen werden

 

Dringende Saatgutaktion: Bunte Vielfalt statt genormte
Einfalt von Monsanto & Co.

Die Europäische Kommission will am 6. Mai den Entwurf einer Verordnung zur Neuregelung des EU-Saatgutrechtes vorlegen. Hohe Gebühren und für kleine Züchter unüberwindbare Zulassungsverfahren bedrohen dann möglicherweise viele alte und lokale Obst-, Getreide- und Gemüsesorten aber auch die Fortentwicklung der Vielfalt auf dem Acker. Der freie Tausch von Saatgut und Pflanzengut könnte weiter erschwert werden, industrielle Sorten würden noch alternativloser.

Wir halten den letzten bekannt gewordenen Entwurf von Verbraucherschutzkommissar Borg für inakzeptabel und fordern die Kommission auf, ihn abzulehnen. Das Gebot der Stunde ist mehr Vielfalt und Beteiligung von Bauern, GärtnerInnen und Züchtern in ganz Europa. Nur so kann sich unsere Landwirtschaft und Ernährung an veränderte Umweltbedingungen und Verbraucheranforderungen selbstbestimmt anpassen und der Dominanz einer immer kleineren Zahl internationaler Saatgut-Unternehmen nachhaltig Paroli bieten.

Saatgut-Vielfalt schützen und fördern!

Bitte unterstützen Sie unseren Appell an die politischen Entscheidungsträger:

Die geplante EU-Saatgutverordnung muss mehr Vielfalt auf unseren Feldern und Tellern ermöglichen, statt sie zu vernichten. Traditionelle und regionale Sorten aber auch neu entwickelte Sorten, die nicht für den Massenmarkt bestimmt sind, müssen von Zulassungs- oder Zertifizierungspflichten befreit bleiben. Strenge Regeln, Kontrollen, Prüfungen und kostspieligen Zulassungen dürfen nur für Saat- und Pflanzgut gelten, das kommerziell und in großen Mengen gehandelt wird. Der freie Austausch von Samen und Setzlingen zwischen Bauern, Saatgutinitiativen und Gärtnerinnen muss gewährleistet und unterstützt werden. Nur eine große Auswahl an Obst-, Gemüse- und Getreidesorten sichert, dass unsere Landwirtschaft sich an den Klimawandel, neue Krankheiten, Schädlinge und neue Lebensstile anpassen kann. Wir wollen bunte Vielfalt statt genormter Einfalt! Unterzeichnen Sie hier!

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Mehr als 200.000 Unterschriften für eine
bienenfreundlichere Landwirtschaft

Über 200.000 Menschen haben den Online-Appell von Campact und Mellifera e.V. für eine bienenfreundlichere Landwirtschaft unterzeichnet. Die Unterschriften übergaben Thomas Radetzki von Mellifera, Walter Haefeker vom Europäischen Berufs- und Erwerbsimkerbund und Campact-Vertreter am 6. Februar persönlich an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner. Die Ministerin versprach, sich in Kürze zu einem Gespräch mit den Imkervertretern zu treffen. Mehr Informationen:

http://www.mellifera.de/portal/portal.aktuell/news.portal.21/index.html

Blühendes Band durch unser Land

Der Landesverband der Westfälischen und Lippischen Imker hat 2012 seine Initiative „Blühendes Band durch unser Land“ zur Verbesserung der Nahrungsgrundlage für Bienen,
Hummeln und Co. gestartet. 

 

Risiken durch Neonicotinoide für Bienen

Die EFSA warnte zu Beginn des Jahres vor den Risiken der Neonicotinoide. Die Risikobewertung konzentriert sich auf drei wesentliche Expositionspfade: Rückstände in Nektar und Pollen, Stäube, Guttation. Mehr Informationen:  http://www.imkerverband-westfalen-lippe.de/pages/topics/efsa-identifiziert-risiken-durch-neonicotinoide-fuer-bienen.php

Am 16. und 17. September 2013 veranstaltet Mellifera e.V. ein bienenwissenschaftliches Symposium zu den Auswirkungen von Neonicotinoiden auf das Verhalten und die Sozialstruktur von Honigbienen. Ziel ist es, Wissenschaftler, Mitarbeiter von Zulassungsbehörden, Vertreter von Imkern und Naturschutzverbänden sowie der Industrie zu einem fruchtbaren Dialog im Interesse der Bienen zusammenzubringen. Zum Programm:

http://www.mellifera.de/fix/doc/Symposium%20Neos%20Mellifera%20130227.pdf