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Wir haben es satt - die Demo in Berlin

Wir haben es satt

9 Lebensmittelskandale in 10 Jahren sind genug

  • 2000 Erster originär deutscher BSE – Fall : Tierkadaver im Futtermittel
  • 2002 Nitrofen in Babynahrung: Unkrautvernichtungsmittel, erbgutschädigend, krebserregend und fruchtschädigend
  • 2002 Das Hormon Medroxy-Progesteron-Acetat (MPA) wird im Schweinefleisch gefunden.
  • 2003 Erhöhte Dioxingehalte im Schweinefutter (1100 Tonnen wurden bereits verkauft).
  • 2004 PCB (giftige, krebsauslösende chemische Chlorverbindung) in 1270 Tonnen Hühnerfutter (bis auf 10 Tonnen bereits verkauft)
  • 2004 Wieder Dioxin im Futtermittel (diesmal über Kaolin-Ton)
  • 2008 Extrem hohe Werte der krebserregenden polychlorierten Biphenyle (PCB) in irischem Schweinefleisch (nach Deutschland wurden 2000 Tonnen möglicherweise verseuchtes Fleisch geliefert)
  • 2010 Dioxin in Eiern und Futtermittel gefunden (Ursache: belasteter Mais aus der Ukraine)
  • 2011 Dioxin im Futter – über 4700 landwirtschaftliche Betriebe zwischenzeitlich gesperrt

Quelle: Ökotest Nr. 02 / Februar 2011, „Alle Jahre wieder“, S. 72/73.

Darf`s auch mehr sein?

  • 2011 In Deutschland sterben rund 40 Menschen an den Folgen des gefährlichen EHEC-Darmkeims. Die Behörden warnen vor dem Verzehr von rohen Tomaten, Gurken und Blattsalaten. Später stellt sich heraus: EHEC war von belasteten Sprossen aus Ägypten ausgelöst worden.
  • 2013: In mehreren europäischen Ländern wird in Supermarktprodukten neben dem angegebenen Rindfleisch auch Pferdefleisch gefunden. Kurz darauf wird bekannt, dass Millionen Eier aus nicht einwandfreier Haltung als angebliche Bio-Eier verkauft worden sein sollen. Und dann auch noch die Milch: Mit Pilzgift belasteter Mais aus Serbien wurde zu Viehfutter verarbeitet. In den Ställen könnte das krebserregende Gift in den Trögen gelandet sein. An eine Gefahr für Verbraucher glauben Experten nicht.

Quelle: Lüdenscheider Nachrichten vom 2. März 2013 (Thema des Tages)

Unsere Gedanken zu dieser (hoffentlich nicht) "unendlichen Geschichte" haben wir in unserem Flugblatt zur Demo 2011 formuliert. Flugblatt "Grüne Woche" Berlin 2011 (pdf)

Am 19. Januar 2013 demonstrierten in Berlin 25 000 Menschen für eine ökologische und soziale Reform der Agrarpolitik. Unter dem Motto „Wir haben es satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!“ zogen bereits zum dritten Mal in Folge Verbraucher, Bauern, Aktivisten, Imker und viele mehr vom Berliner Hauptbahnhof durch das Regierungsviertel zum Bundeskanzleramt.
Siehe auch www.meine-landwirtschaft.de

Der Ausbau der industriellen Landwirtschaft muss gestoppt werden. Die Rückkehr zu kleinbäuerlichen Strukturen, wie auch der Weltagrarbericht sie zur Bekämpfung des Hungerproblems in der Welt mit Nachdruck fordert, ist unumgänglich.

Wir fordern

  • Tiergerechte, klimaschonende, regionale und ökologisch vertretbare Landwirtschaft
  • Gentechnikfreie, gesunde und fair produzierte Lebensmittel
  • Deutschland darf nicht zum Schweinestall der Nationen werden
    Schluss mit der industriellen Fleischproduktion zum Zweck des Billig-Exports!
  • Förderung der biologischen Vielfalt
  • Schluss mit der Welthunger-Bekämpfungslüge der Agrarindustrie und deren Lobby
  • Neue Nachdenklichkeit der Verbraucher, Wertschätzung gegenüber der bäuerlichen Erzeugung von Lebensmitteln, Achtung vor der Kreatur und sorgsamer Umgang mit Nahrung, Umwelt und Natur.