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Grüne Gentechnik

Grüne Gentechnik

Um erkennen zu können, welche Gefahr von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgeht, bedarf es intensiver Information. Das Netzwerk beschäftigt sich ausschließlich mit der Agro-Gentechnik, auch Grüne Gentechnik genannt. Sie bedeutet das Ausbringen gentechnisch veränderter Organismen in die freie Natur, insbesondere auf den Acker und ganz entscheidend ihre industrielle Vermarktung. Derzeit besitzt der überwiegende Anteil der gentechnisch veränderten Pflanzen eine Herbizid-resistenz (weltweit hier besonders Raps und Soja mit einer eingebauten Resistenz gegen das Totalherbizid Roundup), ein weiterer Teil eine Insektenresistenz (Bt-Mais und Bt-Baumwolle).

Die Saatguthersteller, allen voran der amerikanische Konzern Monsanto, verkaufen Saatgut und Herbizid im Komplettpaket und legen vertraglich fest, dass die Landwirte das Saatgut nicht vermehren dürfen. Um ganz sicher zu gehen, wurden sogar Pflanzen mit dem Terminator-Gen entwickelt, die sich nicht mehr vermehren können.

Mückenplage als Folge von Glyphosateinsatz

Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen für Mensch, Tier und Umwelt wurden in den letzten Jahren in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen. Eine Langzeitstudie der Uni Wien vom November 20081 zeigte, dass die Fruchtbarkeit von Mäusen, die mit Genmais gefüttert wurden, stark sank; das Pflanzenschutzmittel Roundup der Firma Monsanto tötet laut einer Studie der Uni Caen vom Dezember 20082 menschliche Zellen. Dennoch ist es in allen Lebens- und Futtermitteln, die gentechnisch veränderte Pflanzen enthalten, nachweisbar. In Argentinien, Paraguay, Bolivien und Brasilien beobachtet man eine extreme Ausbreitung des Dengue-Fiebers. Wissenschaftler führen die explosionsartige Vermehrung der Mücke, die dieses Fieber überträgt, auf den massiven Glyphosateinsatz in den GV-Sojaplantagen zurück. Natürliche Fressfeinde der Mücke wie Fische und Frösche werden durch das Glyphosat ausgerottet3.

Superunkräuter in den USA

Die Eigenschaften gentechnisch veränderter Pflanzen gehen durch Kreuzung auf Pflanzen der gleichen Art sowie auf verwandte Kultur- und Wildpflanzen über. Das hat z.B. in den USA zu herbizidresistenten Riesenunkräutern geführt. Einmal in die Umwelt freigesetzt, sind die mensch-gemachten Veränderungen des Erbgutes der Pflanzen nicht mehr rückholbar. Man kann sie beispiels-weise nicht wie Röntgenstrahlen mit Bleischürzen abschirmen oder wie DDT durch ein Verbot aus der Natur verdammen.