Veröffentlichungen

Problem Honigbiene

Die Honigbiene zeigt: Eine Koexistenz von Agro-Gentechnik und Natur ist nicht möglich.

Bienen transportieren auch GVO-Pollen

Die Imker werden im Gentechnikgesetz nicht ohne Grund ignoriert. Gerade ihre Bienen sind durch ihre großen Sammelareale Hauptverursacher der Kontamination mit Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen. Was ist der gesetzliche festgelegte Abstand von 300 m zum „Genmaisfeld“ im Vergleich zum Flugradius der Honigbiene, der von 3 km bis zu 5 km betragen kann?

Bt ist nicht Bt

Es ist wohl einleuchtend, dass eine Pflanze wie der Bt-Mais, die 24 Stunden am Tag Gift gegen einen Maisschädling produziert, auch Nichtzielorganismen wie Schmetterlinge, Florfliegen, Köcherfliegen oder Bienen schädigt. Das Bt-Toxin, das im Bio-Landbau und bei der Wachsmottenbekämpfung eingesetzt wird, unterscheidet sich deutlich von dem Bt-Toxin, das beispielsweise der Bt-Mais herstellt. Das sich aus dem Bakterium „Bacillus thuringiensis“ natürlicherweise entwickelnde Bt-Toxin durchläuft zwei „Sicherheitsstufen“ (Kristall und Protoxin), bevor es im Darm des Schädlings als aktives Gift wirksam wird. Bereits 2006 hat Dr. Angelika Hilbeck9 aus der Schweiz erforscht, dass Bt-Pflanzen das Gift nicht als Kristall oder Protoxin, sondern direkt in aktiver Form produzieren. Somit fehlen hier Selektionsmechanismen und Auswirkungen auf Nichtzielorganismen sind die Folge.

Wirkung des Bt Toxins auf die Biene nachgewiesen

Prof. Hans-Hinrich Kaatz10 fand heraus, dass Bienenvölker, die gleichzeitig mit dem Parasiten Nosema befallen waren und den Pollen des gentechnisch veränderten Mais MON810 zu fressen bekamen, deutlich früher zusammenbrachen als solche, die mit konventionellem Maispollen gefüttert worden waren.

Unser Netzwerk fordert: Die Bienenvolkgefährlichkeit gentechnisch veränderter Pflanzen muss von unabhängigen Forschern in Langzeitstudien wissenschaftlich untersucht werden, bevor an eine Freisetzung überhaupt gedacht wird!